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2006 oder: Der erste Schützenkönig aus unseren Reihen

Im Jahr 2005 wurde mit Manfred der erste aktive Schütze aus unserem Zug zum Schützenkönig gekrönt, so dass immer wieder eine Abordnung des Zuges auch die verschiedenen Korpsfeste besuchte. So auch am 14.01.2006, als eine einige Zugmitglieder mit Frauen Manfred und Karla zum Grenadierfest begleiteten. Mehr Zugmitglieder nahmen man am darauf folgenden Tag beim erstmalig durchgeführten Vergleichsschiessen Grevenbroicher Schützenzüge teil, welches vom Grenadierkorps Kapellen ausgerichtet wurde. Leider konnte man sich im Laufe der drei Schießdurchgänge (1. Durchgang Einzelwertung, 2. Durchgang Mannschaftswertung und 3. Durchgang Einzel- sowie Mannschaftswertung) nicht erfolgreich in Szene setzen. So landete kein Schütze des Zuges in der Einzelwertung auf einem der vorderen Plätze, und auch in der Mannschaftswertung landete man unter “ferner liefen”. So verbrachte man zumindest unter dem Motto “dabei sein ist alles” zusammen einen geselligen Tag.

Am 04.03. wurden dann Stephan II. und Ivonne Plöger zum neuen Zugkönigspaar gekrönt, bevor dann am 19.03., wieder 7 Mitglieder am Jägerschiessen teilnahmen. Hier belegte man dann in der Mannschaftswertung mit einem Ring Rückstand auf den Zug „Copernicus“ den 3. Platz. In der Einzelwertung erzielte Ralf Bresser mit 29 Ringen ein fast optimales Ergebnis und hätte somit am Nachmittag am Stechen um den Einzelsieg teilnehmen können. Er war allerdings am Nachmittag verhindert, so dass das Stechen ohne ihn stattfand. Somit konnte sich kein Mitglied in den verschiedenen Wertungen in die Siegerlisten eintragen, so dass für unseren Schützenkönig Manfred I. Barwinski schnell eine eigene Wertung geschaffen wurde, und zwar die Schützenkönigswertung. Hier war zumindest einem Zugmitglied der Sieg sicher, da bei Manfred bei dieser Wertung ohne Konkurrent war.

Am 13.05.2006 begann dann endgültig die heiße Phase der Schützenfestvorbereitung, denn man traf sich mit dem Zug “Voll Dropp” und allen Familien, der Familie sowie den Freunden des Königspaares an der noch zu bauenden Residenz, um gemeinsam mit dem Schützenkönigspaar Manfred I. & Karla Barwinski mittels einem Familienfest in den Residenzbau zu starten. In den nächsten Wochen sollte dann bei Manfreds Eltern eine Residenz entstehen, die sich sehen lassen konnte. Diese Residenz wurde dann am Donnerstag vor Schützenfest eingeweiht, wozu Manfred eine große Schar Gäste eingeladen hatte, die es zu bewirten galt, was neben uns vom zweiten Königszug, dem Grenadierzug “Voll Dropp”, übernommen wurde. Alles im Allem verlief der Abend reibungslos, so dass die Residenzeinweihung ein gelungener Einstieg in das diesjährige Schützenfest war, der spät in der Nacht enden sollten.

Am Freitag traf man sich dann entgegen unseren Tradition nicht an unserer Fackel, da wir aufgrund des Residenzbaus keine Fackel gebaut haben, sondern an der Königsresidenz, um in gemütlicher Runde die ersten Schützenfestbierchen zu trinken, bevor man dem Festzelt, im dem wie in den Jahren zuvor eine Disco stattfand, einen ersten Besuch abzustatten.

Der Samstag stand dann unter einem schlechten Stern, denn aufgrund des einsetzenden Regens wurde der komplette Fackelzug abgesagt. So machten wir uns auf den Weg in das Festzelt und ließen hier den verregneten Samstag ausklingen. Am Sonntag sollte das Wetter dann besser sein, denn es blieb weitestgehend trocken. Erwähnenswert ist die Tatsache, dass der komplette Zug am Festgottesdienst teilnahm, was mit Mannis Regentschaft zu begründen war. Im Verlauf der Predigt sorgte Martin dann für Gelächter, als er die Frage des evangelischen Pastors, was denn wäre, wenn die Uniform von keinen Fäden mehr zusammengehalten werden würde, antwortete: “Dann wäre mir schweinekalt.” Nach der anschließenden Gefallenenehrung und der Oberstparade ließen wir den Vormittag in gemütlicher Runde vor dem Landgasthaus Hages ausklingen. Nachmittags traten wir dann um 14 Uhr zur Königsparade mit Umzug an, bevor man sich am frühen Abend mit dem Grenadierzug „Voll Dropp“ an der Residenz traf, um die Korpskönigspaare des Regiments zu bewirten. Von hier aus ging es dann im Festzug in das Festzelt, wo dann wieder bis in die Nacht gefeiert wurde. Und der Abschluss sollte dann wieder in der Residenz stattfinden, und auf den Weg in die Residenz wurden wir von drei Trommlern des Tambourkorps Frisch-Auf Kapellen (Flötenspieler traf man im Zelt zu später Stunde leider nicht mehr an) geleitet. Der Montag begann traditionell um 11 Uhr mit dem Frühschoppen im Wachlokal „Pitt Jupp“, bevor man dann um 16.30 Uhr am Landgasthaus „Hages“ zur Königsparade und anschließendem Umzug antrat. Auch hierbei blieb das Wetter trocken. Am Abend sollte dann die Krönung des neuen Schützenkönigspaares stattfinden, die stimmungsvoll war und in deren Verlauf Manni und Karla die Königsinsignien an die Nachfolger Roland I. Knoben und Königin Rosi übergaben. Am Dienstag fand zunächst ein Frühstück an der Residenz des mittlerweile Ex-Königspaares statt, bevor um 13.00 Uhr das Regiment zur Abholung des neuen Schützenkönigspaares antrat. Was folgte war dann ein Frühschoppen im Festzelt, wobei nach zunächst trägem Anfang die Stimmung immer besser wurde. Zum Ende des Frühschoppens stand der BSV ohne Königskandidat dar, so dass der BSV-Präsident Friedhelm Barmeyer verkünden musste, dass es im Jahr 2008 keinen Schützenkönig geben wird. Zum Abschluss des Frühschoppens wurde dann Manfred und Karla zu ihrer Residenz geleitet, wobei es sich Manfred nicht nehmen ließ, einige Zugmitglieder zu einigen Fahrten auf dem Crazy Dancer einzuladen und somit zu reichlich Unterhaltung sorgte. An der Residenz wurde dann unserem bisherigen passivem Mitglied Sven Scharfenberg die Frage der Frage gestellt: Ob er nun Interesse hat, als aktives Mitglied am Zugleben teilnehmen zu wollen. Und er bejahte dies, so dass wir an diesem Abend ein neues aktives Mitglied in unseren Reihen begrüßen konnten. Den Abschluss des Schützenfestes bildete dann am Mittwoch das traditionelle „Fischessen“ ohne Fisch an der Residenz, wobei doch allerdings einige müde Typen anzutreffen waren. So war es zwar ein schöner Abschluss mit reichlich Essen und Getränken (nicht nur alkoholische), doch er ging nicht wie den Jahren zuvor bis in den späten Abend. Alle dachten dabei wohl auch an den folgenden Arbeitstag, an dem es galt, die Residenz abzureißen. Dieser Abriss begann um 11 Uhr, und 6 ½ Stunden später war es vollbracht: Die Residenz war bis auf das Gerüst abgebaut und somit auch optisch das Schützenfest 2006 zu Ende.

Am 19.06.2006 begann dann die Fußball-WM in Deutschland, und wir sahen das Eröffnungsspiel Deutschland-Costa Rica an der Galopprennbahn in Neuss. Erfreulicherweise gewann Deutschland 4:2, doch aufgrund verschiedener Umstände entschied man sich dazu, die Spiele statt beim “Public Viewing” von nun an beim “Privat Viewing” zu genießen. Während dieser WM fand am 24.06. am Kapellener Sportplatz das vom Jägerkorps ausgerichtete Schützenfußballturnier statt. Hier konnte bei sonnigem Wetter durch ein 1:0 gegen den Grenadierzug „Immer Bereit“ der 3. Platz bei 12 teilnehmenden Mannschaften erzielt werden. Turniersieger wurde durch ein 2:1 im Endspiel gegen das Artilleriekorps der Jägerzug „Edelweiss“.

Mittlerweile war die WM zu Ende, Deutschland als guter Gastgeber Dritter und Italien Weltmeister geworden, als sich mehrere Zugmitglieder zum Zugausflug begaben. Ziel war Renesse, wo man auf einem Campingplatz Quartier bezog und das Leben so richtig genießen konnte. Am 23.09.2006 fand dann das Schützentennisturnier statt, wo sich bei wieder enttäuschender Beteiligung der Kapellener Schützen das Doppel Holger Reisdorf / Manfred Barwinski gegen das Teilnehmerfeld von sage und schreibe drei Doppeln durchsetzen konnte.

Im Rahmen des Zugschiessens am 28.10. in den Räumen der Familie Creutz, welches erneut in Form eines bayrischen Abends durchgeführt wurde, konnte sich Dirk Simon gegen zwei Mitbewerber durchsetzen und den Vogel von der Stange holen. Den Pokal errang Christoph Conrads nach 2 Durchgängen mit 71 Ringen erzielen konnte.. Den linken Flügel holte sich nach 37 Schüssen Dirk Simon, mit dem 67. Schuss schoss dann Marc Schreiber den rechten Flügel ab. Zwischenzeitlich musste das Gewehr gewechselt werden, denn unser Freund und Gönner Stefan Döbert schaffte es doch tatsächlich erneut, den Holzschaft des Gewehres an der genau gleichen Stelle wie im Vorjahr zu brechen. Nach dem Fall des rechten Flügels kam es zu einem Novum in der Zuggeschichte, denn aufgrund des fortgeschrittenen Zeitpunktes wurden kurzerhand Kopf und Schwanz abgebrochen und per Losglück vergeben. Die glücklichen „Schützen“ hierbei waren Christoph Conrads, der mit dem Kreuz-Buben den Schwanz „abschoss“, während Christian Creutz dank des Kreuz-Königs den Kopf erringen konnte. Im Verlauf des Königsschiessens gab es dann einen Defekt am Ersatzgewehr, doch Dank des technischen Geschicks von Manfred Barwinski konnte das Schiessen fortgesetzt werden, an deren Ende ja Dirk Simon den Vogel abschoss.

Am 10.12. fand dann im Wachlokal „Pitt Jupp“ die gemeinsame Weihnachtsfeier statt, in deren Verlauf auch der Nikolaus den Weg zum „Auf der Pirsch“ fand. Er brachte in seinem Gesellen Knecht Ruprecht tatkräftige Unterstützung mit, wobei dieser einige Probleme hatte, in seinem großen Sack die richtigen Geschenke für die Kinder zu finden. Aber er hatte es letztendlich geschafft, so dass man mit einem gemeinsamen Essen und anschließendem gemütlichen Beisammensein das Jahr 2006 ausklingen ließ.

2007

Das neue Jahr begann am 14.01. mit dem zweiten Vergleichsschiessen der Schützenzüge aus dem Stadtgebiet im Festzelt an der Talstraße in Kapellen, welches vom Grenadierkorps Kapellen ausgerichtet wurde. Hieran nahmen auch wieder einige Mitglieder unseres Zuges teil, die aber leider nicht vom großen Erfolg gekrönt war, denn als bester Kapellener Jäger belegte Marc Schreiber mit 110 Ringen den 6. Platz und sollte als Gewinn ein 5-l-Fass Frankenheim erhalten.

Ebenso erfolglos war die Teilnahme beim Jägerschiessens am 18.03. im Landgasthaus Hages, an dem Christoph Conrads, Holger Reisdorf, Christian Creutz, Manfred Barwinski, Ralf Bresser und Stephan Plöger Zuges teilnahmen. Nur Christoph Conrads schrammte mit 29 Ringen knapp an der Teilnahme am Stechen um den Gesamtsieg und dem Sieg in der Chargiertenwertung vorbei, wobei es letztendlich an der Frage, ob die 10 angekratzt war oder nicht, scheiterte. Aber als Trostpflaster gewann er zumindest den zuginternen Wettkampf. Auch in der Mannschaftswertung landete man „unter ferner liefen“, und so richtig perfekt wurde der erfolglose Tag durch die Tatsache, dass man auch bei der Verlosung der Buffetgutscheine für die mit mind. 5 Mann anwesenden Jägerzüge leer ausging.

Am 27.04., wurde im Rahmen einer privaten Feier unser neues Zugkönigspaar Dirk Simon I. und Lydia gekrönt, die somit Stephan und Ivonne Plöger beerbten. Zu dieser Krönung konnten viele Gäste begrüßt werden. So fand unter anderem der Jägerzug „Eichenlaub“ aus Langwaden, die uns als Gastzug zum diesjährigen Schützenfest in Langwaden im August eingeladen haben, mit Damen den Weg nach Kapellen. Im Rahmen dieser Krönung fand dann erstmalig wieder ein Spiel statt, und zwar im Form eines Städtekampf zwischen Mönchengladbach, Langwaden und Kapellen. Hierbei wurden mit Hilfe eines Eye-Toys-Spieles harte Leichtathletikwettkämpfe ausgefochten. Im weiteren Verlauf des Abends erfolgte dann zweimal ein Besuch durch die Polizei, was aber die Stimmung zum Glück nicht trübte.

Kurze Zeit später wurde dann wieder mit dem Fackelbau begonnen, und diesmal wurde die Thematik des zu kleinen Spritzenhauses in Kapellen, in das der neue Löschzug nicht passte und daher in einer Halle des Unternehmens “Wicklein Tours” untergestellt werden musste, aufs Korn genommen. Hierbei nahm die Fackel solche eine solche Größe an, so dass sie erstmalig in der Zuggeschichte mit einem Baugerüst eingerüstet werden musste.

Im Gegensatz zum Vorjahr herrschte über die Schützenfesttage herrliches Wetter, und so konnte auch der Fackelzug durchgeführt werden. Dieser Zug sollte für uns erfreulich werden, denn diesmal hielt die Beleuchtung den gesamten Zugweg über, und die Resonanz auf unsere Fackel war erfreulich positiv. So konnte nach dem gelungenen Umzug dann nach Herzenslust im Festzelt gefeiert werden. Nach dem traditionellen Verlauf des Sonntagvormittages mit Frühstück beim Zugführer, Antreten beim Jägermajor, „Durchmarsch“ durch die Kirche, Gefallenenehrung und Oberstparade stand der Nachmittag ganz im Zeichen des neuen Ablaufes der Königsparade, welcher insgesamt reibungslos verlief, aber länger als in den Vorjahren dauerte. Zudem gab es nach der Parade für die sich auf der Brandenburgerstrasse neu formierenden durstigen Schützen keine kühlen Getränke, so dass diese einen langen Leidensweg in Form des Umzuges in das Festzelt antreten mussten. Hier kam man dann auch später als in den Jahren zuvor an, so dass sich alle Schützen beeilen mussten, um pünktlich zum Ball der Zugkönigspaare wieder im Zelt zu sein. Aber es haben offensichtlich alle geschafft, so dass dem nächsten stimmungsvollen Abend im Festzelt nichts mehr im Wege stand. Am Montag konnte man dann mehr oder weniger ausschlafen, denn man traf sich ja erst um 11 Uhr im Wachlokal “Pitt Jupp“ zum traditionellen Frühschoppen. Dieser Frühschoppen war dann wie immer heftig, denn neben dem obligatorischen Bier wurden dann erneut andere leckere Getränke verzehrt, die nach einiger Zeit ihre Wirkung zeigten. Dennoch waren alle fit genug, um pünktlich zum Antreten des Regiments um 17 Uhr am „Haus Hages“ mit anschließender Parade und dem Umzug zu sein. Abends schloss sich dann die Krönung des neuen Schützenkönigspaares Heinrich IX. und Agathe Tupp aus den Reihen des Jägerzuges „Immer Jung“ an, die die Königsinsignien vom scheidenden Königspaar Roland I. und Rosi Knoben übernahmen. Manfred Barwinski war dann kurze Zeit später seinen Ex-Königsorden los, den er an den Dr. Roland Knoben abgeben musste. Insgesamt handelte es sich wie bereits in den Jahren zuvor um eine stimmungsvolle Krönung, wobei auch die Stimmung im Zug gut war, denn es wurde bereits wie an den Abenden zuvor viel Zeit gemeinsam auf der Tanzfläche verbracht. Im Mittelpunkt unseres Interesses am Frühschoppen am folgenden Dienstag stand natürlich die Fackelprämierung. Doch vorher erfolgte die Taufe Manfred Barwinskis zum Bayern, wofür er den Taktstock schwingend zur Musikbühne geleitet wurde. Hier musste er dann im Rahmen der Taufe einige Prüfungen wie Füße waschen, Kopfwaschen, Maßkrugstemmen sowie das Entleeren des Kruges in einem Zug über sich ergehen lassen, was er auch mit Bravour schaffte. Und nachdem er den Preußen abschwor, erhielt er ein Dokument eine Taufurkunde. Abschließend schwang er dann nochmals den Taktstock und dirigierte die Band. Dann aber wurde es ernst, denn nun stand die Fackelprämierung an. Und nach nervösem Warten war es dann Gewissheit, dass wir dieses Jahr tatsächlich am Ziel waren und den ersten Platz erzielen konnten. So konnte Christoph Conrads den Pokal in Empfang nehmen, der dann bereits nach kurzer Zeit mit Sekt gefüllt wurde.

Nach einer längeren Pause zur Erholung vom Schützenfest erfolgte dann am 21.07. das Zugschiessen statt im Garten der Familie Bresser. Der Gastgeber Ralf Bresser konnte sich nach drei Durchgängen und nach hartem, spannendem Kampf mit 28 Ringen den Pokal sichern, bevor dann die Pfänder ausgeschossen wurden. Hierbei konnte Marc Schreiber einen Doppelerfolg erzielen, denn er schoss nach 19 Schuss den linken Flügel und nach 39 Schuss den rechten Flügel ab. Den Kopf holte mit dem 52. Schuss Manfred Barwinski, und mit dem 84. Schuss holte sich Dirk Simon den Schwanz. Mit Ralf Bresser, Holger Reisdorf, Christian Creutz und Martin Röhricht traten dann 4 Kandidaten für die Kronprinzenwürde an die Vogelstange. Und um 18.18 Uhr fiel mit dem 37. Schuss die Entscheidung, als Christian Creutz den Vogel von der Stange holte.

Am 04.08. trafen sich einige Zugmitglieder inklusive Frauen und Kindern beim BSV-Biwak auf dem Schulhof der Grundschule Kapellen. Hier wurden einige gesellige Stunden verbracht, wobei auch das tolle Wetter mit angenehmen „Trinkertemperaturen“ beigetragen hatte.

Am darauf folgenden Morgen des 05.08.traf sich der Zug um 11 Uhr in unserem Wachlokal „Pitt Jupp“, um der Einladung des Langwadener Jägerzuges Eichenlaub“ zu folgen und als Gastzug zum 75-jährigen Jubiläum der dortigen Kirmesgesellschaft „Einigkeit“ am Schützenfest teilzunehmen. So machten sich 7 aktive und mit Tim Beltermann ein passives Mitglied auf, um sich mit dem „Eichenlaub“ zum Frühschoppen im Festzelt zu treffen. Von hier aus ging es dann zur Familie Thelen, wo man sich auch mit fester Nahrung für die am Nachmittag folgende Parade und den Umzug zu stärken. Im Rahmen der Parade und dem Umzug floss dann der Schweiß aufgrund der hohen Temperaturen in Strömen. So war man erleichtert, nach dem Umzug das Festzelt zu erreichen und sich ein kühles Getränk irgendeiner Art zu genehmigen. In diesem Festzelt verbrachte man dann noch mit dem Gastgeber ein paar gemeinsame Stunden, bevor die ersten dann am frühen Abend aufbrachen.

Am 01.09. nahmen dann mit Christoph Conrads, Christian Creutz, Ralf Bresser, Manfred Barwinski, Sven Scharfenberg und Stephan Plöger sechs Zugmitglieder, verstärkt durch unser passives Mitglied Tim Beltermann, mit der diesjährigen Großfackel am Grevenbroicher Fackelzug teil. Hierzu traf man sich um 18 Uhr im Industriegebiet Ost, wo unsere Fackel untergestellt war, um sich von hier aus mit Polizeigeleit über die Bundesstrasse von „fast Barrenstein“ aus auf den Weg Richtung Noithausen zu machen, um kurz vor dem Ortseingang nach links in Richtung Zentrum zum Antreteplatz abzubiegen. Vom Antreteplatz aus ging es dann auf den Zugweg durch das Grevenbroicher Zentrum, wo erneut am kompletten Zugweg die Leute dicht gedrängt standen und die Resonanz auf unsere Fackel wie bereits in Kapellen positiv ausfiel, wobei man nicht vergessen darf, dass nicht alle Zuschauer den Hintergrund unserer Fackel kennen konnten. Zum Glück hielt Beleuchtung auch länger als bei unserem letzten Auftritt in Grevenbroich, so dass es eine gelungene Teilnahme am Grevenbroicher Fackelzug war, die wieder Spaß gemacht hat. Anschließend wurde der Rest des Abends gemeinsam an der Theke im Festzelt verbracht, von wo aus sich die ersten um 2 Uhr auf dem Heimweg machten.

Im Rahmen des Jägerfestes am 27.10. verbrachten dann einige Mitglieder des Zuges einen geselligen Abend im großen Saal der Gaststätte Glasmacher-Poschen, bevor sich dann am Samstag, dem 17.11.2007, Christoph Conrads, Ralf Bresser, Marc Schreiber und Stephan Plöger begleitet von Guido Bertz mittels Intercity nach Hannover aufmachten, um dort am Abend das EM-Qualifikationsspiel Deutschland – Zypern zu sehen. Es sollte ein gelungener Ausflug werden, wofür auch der 4:0-Sieg gegen Zypern sorgte. So war es auch kein Wunder, dass man in fröhlicher Stimmung in verschiedene Kneipen einkehrte, in denen entgegen eine zuginternen Ankündigung überhaupt keine tote Hose herrschte. So verbrachte man so einige gesellige Stunden, und der letzte erst um 5.15 Uhr zurück in das Hotel kam.

Im diesen Jahr sollte dann 2 Jahresabschlüsse erfolgen, denn am Sonntag, dem 16.12., traf sich der Zug mit den Familien zu gemeinsamen Zugweihnachtsfeier im Wachlokal „Pitt Jupp“, wobei insbesondere die Kinder den Besuch vom Nikolaus erwarteten. Die Kinder wurden dann nacheinander zum Nikolaus gerufen, die dann erfurchtsvoll den Worten des heiligen Mannes lauschten und dann ein Geschenk von ihm erhielten.

Am 23.12. ließen die Männer dann eine alte Tradition aufleben und trafen sich im Wachlokal „Pitt Jupp“ auf der Kegelbahn zum Weihnachtskegeln. Hinsichtlich dieses Termins gab es dann auch Diskussionen mit den Zugfrauen, und es wurde kein Ausfall am 24.12. aufgrund eines dicken Kopfes bekannt. So wurde insgesamt über vier Stunden gekegelt, bevor man sich dann zum Abschluss an die Theke begab und das Zugjahr 2007 sein Ende fand.

Ereignisreiches Jahr 2008

Nachdem man mit einigen Zugkameraden und ihren Frauen während des Karnevals ein paar jecke Tage im Februar erlebte, wurden am 15.03.2008 Christian Creutz und seine Frau Sandra zum neuen Zugkönigspaar gekrönt, wobei wie Christoph Conrads in seiner Laudatio feststellte Sandra mittlerweile eine erfahrene Zugkönigin ist. So bekleidet sie zum bereits vierten Mal dieses Amt und war 1986 die erste Zugkönigin in der Zuggeschichte. Zu dieser Krönung fanden sich insgesamt 50 Gäste in das Tennisheim Kapellen ein, unter anderem der Jägerzug „Eichenlaub“ aus Langwaden, die den Abend zu einem stimmungsvollen werden ließen.

Am darauf folgenden Tag nahmen mit Christoph Conrads, Holger Reisdorf, Christian Creutz, Manfred Barwinski, Sven Scharfenberg und Stephan Plöger fünf Zugmitglieder am Jägerschiessen teil. So fand man sich nach dem morgendlichen Aufräumen im Tennisheim im Landgasthaus Hages ein, um hier sein Können am Schießstand unter Beweis zu stellen. Leider sollte sich dabei herausstellen, dass das Können nicht so gut war. So konnte sich nur Christoph Conrads mit 27 Ringen in der Chargiertenwertung mit einem weiteren Schützen auf dem ersten Platz halten und somit den Weg in die Ergebnisliste finden. Doch hier sollte er sich nicht all zu lange halten, da der Sieger der Wertung 29 Ringe erzielen sollte. So setzte man die Hoffnung auf Holger Reisdorf, der als einer von 9 Aspiranten an die Vogelstange zum Korpskönigsvogelschuss trat, allerdings erfolglos.

Bereits am 26.04. wurde dann das Fackelgestell zum diesjährigen Fackelbau aufgebaut. Dank einer von Ralf Bresser hervorragenden Kennzeichnung der verschiedenen Bauteile ging der Aufbau problemlos von statten, so dass man sich anschließend Gedanken über das diesjährige Thema machte. Zwar hatte man bereits im Vorfeld eines beschlossen, aber aufgrund der Häufigkeit der Umsetzung desselben Themas in Kapellen wurde hiervon Abstand genommen und ein neues beschlossen. Dieses behandelte dann die bevorstehende Fußball-Europameisterschaft.

Im Rahmen der BSV-Jubilarehrung am 02.05. wurde dann Manfred Barwinski für seine 25-jährige Mitgliedschaft im Bürger-Schützen-Verein geehrt, dessen Schützenlaufbahn im Jahr 1983 als Gründungsmitglied des Jägerzuges „Jung Erftstolz“ begann.

Vom 31.05. – 03.06. feierten wir unser jährliches Schützenfest, welches für den Zug bereits am Freitag, dem 30.05. begann, an dem wir uns der Familie Reisdorf, die während der Schützenfesttage unser „Hauptquartier“ aufgrund der hier aufgebauten Zugzapfanlage darstellen sollte.

Am Samstag, dem 31.05., startete das Schützenfest dann „offiziell“ um 13.00 Uhr zwecks Schmückens mit dem Treffen an der Fackel. Um 20.00 Uhr erfolgte das Antreten an der Fackel. Und im Gegensatz zum Vorjahr regnete es nicht. So wurde es ein toller Fackelzug mit einer durchaus positiven Resonanz auf unseren „Paule“, dem Maskottchen der Nationalmannschaft. Sonntagmorgen traf man beim Zugführer zum Frühstück, wo es dann die ersten Strafen wegen Verspätung gab (allerdings handelte es sich hierbei um Minuten). Nach einer Stärkung in erster Linie dank einer Kraftbrühe mit Nudeln und Markbällchen setzte dann ein Pendelverkehr zum Major Ludwig Pesch ein, wo dann das Antreten des Korps erfolgte. Von hier aus ging es dann weiter zum Kirchgang (für den Hauptteil des Zuges zum Hauptquartier), anschließend erfolgte die Gefallenenehrung mit abschließender Oberstparade. Der Vormittag klang dann bei „Hages Eck“ aus, bevor es am zur Königsparade kam, die dann im gesamten Ablauf erst gegen 18.00 Uhr im Festzelt endete. Hier fand man sich dann um 20 Uhr zum Ball der Zugkönige wieder am Zelttisch ein, und was folgte war ein toller Abend im Festzelt, was auch den der Band „Sound Convoy“ lag. Der nächste Tag startete dann im Wachlokal „Pitt Jupp“ mit dem Frühschoppen, der bis in den Nachmittag dauern, bevor dann am späten Nachmittag die Königsparade mit anschließendem Umzug, der im gesamten Ablauf zügiger als am Vortag ablief, erfogte. Abends fand dann die Krönung des neuen Schützenkönigspaares S.M. Hermann-Josef I. und Maria Dominick statt, und auch an diesem Abend spielte die Band „Sound Convoy“, die für eine erneut tolle Stimmung sorgte und alle Anwesenden wie bereits am Vorabend zum Schwitzen brachte. Der abschließende Dienstag wurde dann zum stimmungsvollen Abschluss des diesjährigen Schützenfestes, was zum einem an der Musik der Band „Röbedeuker“, die für tolle Stimmung und eine umjubelte Einlage der Edelknaben sorgte, zum anderen am zweiten Platz in der Fackelprämierung.

Nach dem Schützenfest traf man sich dann regelmäßig, um gemeinsam die Spiele der Europameisterschaft anzuschauen, und am 03.08. nahm dann erneut eine Abordnung des Zuges als Gast des Zuges „Eichenlaub“ am Langwadener Schützenfest teil.

Am 09.08. traf sich der Zug nebst Frauen und einigen Kindern im Rahmen des BSV-Biwaks auf dem Schulhof der Grundschule und erlebte gemeinsam einen geselligen Abend. Hierbei kam es zum großen Auftritt für die Kinder im Rahmen des Showacts der „Funcy Marys“ aus Kölle, als sie während dreier Songs als Backgroundtänzer aktiv wurden und hierbei einen Riesenspaß hatten.

Im Rahmen des Zugschiessens am 16.08. im Garten der Familie Röhricht konnte sich dann Holger Reisdorf die Kronprinzenwürde sichern. Den Pokal konnte sich mit 77 Ringen unser Zugführer Christoph Conrads sichern, und im des Pfänderschiessens sicherte sich nach 24 Schuss Ralf Bresser den linken, nach weiteren 45 Schuss Sven Scharfenberg den rechten Flügel. Den Schwanz holte sich dann nach 77 Schuss Manfred Barwinski und nach 17 Schuss Christoph Conrads den Kopf.

Am Samstag, dem 30.08. starteten 5 Zugmitgliedern (2 kamen noch im laufe des Tages nach) und deren Kindern zu einem Vater-Kind-Wochenende auf dem Heimbacher Campingplatz auf, um hier ein sonniges Wochenende zu verbringen, bevor dann zum mittlerweile 5. Mal eine Abordnung des Zuges beim Grevenbroicher Fackelzug teil, wobei man aus dem Fehler des Vorjahres gelernt hatte, denn diesmal wurde die Fackel zum Antreteplatz „Von Goldhammer Strasse“, gezogen. Als es dann losging, säumten wie in den Jahren zuvor viele Menschen die Strassen, und zu unserer Freude erntete unsere Fackel viel Beifall. Nachdem man die Fackel nach dem Zug abgestellt hatte, folgte mal wieder der Abschluss des gelungenen Abends im prall gefüllten Festzelt, von dem sich die letzten dann um 3:30 Uhr morgens zuhause wieder zurück meldeten.

Im Rahmen des Schützentennisturniers des TV Jahn Kapellen am 20.09.08 konnte sich von den beiden Doppeln des Zuges am Ende keines als Sieger durchsetzen. Das Turnier wurde im Modus jeder gegen jeden ausgetragen, so dass es zur brisanten Begegnung Bresser/Scharfenberg gegen Reisdorf/Barwinski kam, an deren Ende sich nach einen hart umkämpften Match mit vielen Diskussionen Reisdorf/Barwinski durchsetzen konnten.

Am 16.10. startete am frühen Nachmittag der Zugausflug nach Willingen, wo man sich zunächst im Hotel „Zur alten Post“ mit einem köstlichen Abendessen stärkte, bevor man sich in das „Vis-á-Vis“ aufmachte. Den nächsten Tag verbrachte man dann in „Siggis Hütte“ auf dem Ettelsberg, wo die Vorhut einen Biertisch sichern konnte, was mit Blick auf den Ansturm ein großer Vorteil war, zumal man einen guten Stellplatz für die im Laufe des Tages 3 geleerten 10-liter Fässer hatte. Am Abend fand man sich dann im „Vis-á-Vis“ wieder, doch einige zollten dann dem Aufenthalt auf Siggis Hütte ein wenig Tribut, und die Nacht wurde nicht allzu lang. Während sich die einen dann um Mitternacht in dem verwaisten Biergarten des Hotels niederließen und die gute Luft genossen, ging für die anderen die Nacht bis 4 Uhr weiter, wobei noch zwei andere Lokale besucht wurden. Nach dem Frühstück fand dann der Ausflug mit einem oder mehreren Bieren an der Theke seinen Abschluss.

Nachdem Manfred Barwinski bereits im Mai im Rahmen der BSV-Ehrung geehrt wurde, wiederholte das Jägerkorps diese Ehrung Im Rahmen des Jägerfestes am 25.10. im Saal der Gaststätte Glasmacher-Poschen für seine 25-jährige Mitgliedschaft im Jägerkorps. Dies war natürlich ein Grund für den Zug, mit großer Abordnung am Jägerfest teilzunehmen. So fand sich fast der komplette Zug ein und erlebte einen kurzweiligen Abend.

Am 21.12.2008 fand dann die Weihnachtsfeier mit den Familien im Wachlokal „Pitt Jupp“ statt, wobei insbesondere die Kinder aufgeregt waren, da sie den Nikolaus erwarteten. Dieser kam dann auch und richtete ein paar kritische, doch überwiegend positive Worte an die Kinder. Nachdem die Kinder beschert waren, folgte ein köstliches Essen, und zum krönenden Abschluss bekamen die Kinder noch ein Eis.

Am Vorabend des Heiligen Abend erfolgte als Jahresabschluss das Weihnachtskegeln der Männer, welches zu einem geselligen und lustigen Abschluss des Jahres 2008 wurde.

2009

Nachdem das Jahr 2009 neben den obligatorischen Versammlungen relativ ruhig begann, konnte sich dann Christian Creutz im Rahmen des Jägerschiessens am 15.03.2009 im Landgasthaus Hages mit dem 44. Schuss die Kronprinzenwürde des Jägerkorps sichern, Hierbei konnte er sich gegen 5 weitere Mitbewerber durchsetzen, so dass der Zug als erster Jägerzug überhaupt zum 2. Male den Jägerkönig stellen wird. Im Rahmen der Zukrönung am 02.05. auf fremdem Terrain (und zwar im Jugendheim Langwaden) wurden Holger und Anke Reisdorf zum neuen Königspaar des Zuges gekrönt. Die beiden lösten damit das bisherige Königspaar Christian und Sandra Creutz ab. Zu dieser Krönung konnte Zugführer Christoph Conrads zahlreiche Gäste begrüßen, so zum Beispiel Freunde des neuen Königspaares sowie den Langwadener Zug „Eichenlaub“, die wir in diesem Jahr als Gastzug beim Kapellener Schützenfest begrüßen können.

Am 03.04. nahmen mit Christoph Conrads, Christian Creutz, Manfred Barwinski und Stephan Plöger erfolglos am BSV-Schiessen teil. Keiner von den vier Zugmitgliedern konnte sich im vorderen Feld platzieren, und an der Mannschaftswertung konnte aufgrund fehlender weiterer Zugmitglieder nicht teilgenommen werden. So blieb nichts anderes übrig, als den Abend in geselliger Runde mit einem oder mehreren köstlichen Getränken zu verbringen.

Das Schützenfest warf dann am 01.05. seine Schatten voraus, denn an diesem Tag wurde mit dem Aufbau des Gestells der Fackelbau gestartet, für den man sich mit „Ein Friko für alle Fälle“ wählte und auf diesem Weg den in allen Bereichen aktiven Friedhelm Breuer ehrte.

Vor dem Schützenfest fand aber noch der Königs- und Oberstehrenabend statt, und an diesem Abend wurde Holger Reisdorf die Ehre zuteil, mit dem Oberstorden ausgezeichnet zu werden. In seiner Laudatio lobte Oberst Heinz-Willi Otten Holgers Einsatz für das Schützenwesen, insbesondere als Kassierer des Jägerkorps, dessen Vorstand er seit 1994 angehört, zunächst als 2., aber schon kurze Zeit als 1. Kassierer. In dieser Eigenschaft forcierte er die Entwicklung des Korps zum eingetragenen Verein im Jahr 2005.

Das Schützenfest wurde dann mit einem „Familienabend“ am 05.06. im Garten der Familie Bresser eingeläutet, das dann am Samstag mit dem Schmücken bei den Honoratioren des Zuges das Schmücken bei den wichtigen Leuten des Zuges seine Fortsetzung fand. Der sehr verregnete Nachmittag ließ hierbei die Hoffnung auf die Durchführung des Fackelzuges schwinden, der aber dann aufgrund einer Wetterbesserung doch stattfinden sollte. So konnte unsere Fackel mit dem Thema „Ein Friko für alle Fälle“ den Gästen präsentiert werden, und hierbei ernteten wir viel Applaus. Nach einer zu kurzen Nacht erfolgte dann am Sonntag um 7 Uhr das Frühstück beim Zugführer Christoph Conrads, und nach der Stärkung wurde man dann zu Jägermajor Ludwig Pesch chauffiert, wo das Jägerkorps antreten musste. Wie in den Jahren zuvor folgten nach dem Antreten dann der Kirchgang, die Gefallenehrung und die Oberstparade. Und trotz dieses Stresses hatten einige Zugkameraden die Zeit, ihrer Bürgerpflicht nachzukommen und an der Europawahl teilzunehmen. Mittags wurde dann im Hauptquartier unser Gastzug „Eichenlaub“ aus Langwaden erwartet, um mit Ihnen gemeinsam zu essen und dann zum Antreten an der „Ratsschänke“ aufzubrechen. Die geplante Parade wurde dann aufgrund des einsetzenden Regens direkt nach der Regimentsabnahme durch SM. Hermann-Josef I. Dominick und Königin Maria durchgeführt, und anschließend wurde Marschblockweise in das Festzelt marschiert. Während sich dann nach und nach Mitglieder unseres Zuges frisch für den Abend machten, hielt unser Gastzug die Stellung, um dann mit uns gemeinsam eine lange Nacht im Zelt zu verbringen. Der Montag begann dann wieder mit dem Frühschoppen im Wachlokal „Pitt Jupp“, und man war auf belegte Brötchen eingestellt. Umso größer war die Überraschung, als Besteck verteilt wurde: Es wurde Zwiebelbraten mit Krautsalat und Brötchen gereicht, was sehr schmackhaft war. Nachmittags erfolgte dann das Antreten zur Parade und Umzug, was diesmal trocken über die Bühne ging. Abend schloss sich dann die Krönung des neuen Schützenkönigspaares Alfons I. und Christiane Winzen an, was zu einem stimmungsvollen Ereignis werden sollte. Dies lag unter anderem auch an einer Gesangseinlage von Nicole Kempermann zu Beginn und der Einlage des Grenadiermajors Wilfried Fücker, der das Lied My Way“ auf „Mi Dörp Kapelle“ umgedichtet hatte; zum Ende das offiziellen Teiles der Krönung. Ab dann rockte das Zelt wieder bis in den frühen Morgen.

Am Dienstag wurde dann mit Spannung die Fackelbewertung erwartet, die um 16:45 Uhr erfolgen sollte. Vorher musste allerdings Dirk Simon vor den Augen von Oberst Heinz-Willi Otten und dessen Adjutanten Erwin Brock 10 Liegestütze als Strafe für Oberstbeleidigung ableisten. Diese Strafe hatte der Oberst während der Regimentsabnahme am Montag bei unserem Zugführer Christoph Conrads eingefordert. Und dann begann dann die Fackelprämierung, und mit jedem weiteren vergebenen Platz stieg die Spannung. Als für die zweit platzierte Fackel die Spende durch das Grenadierkorps erwähnt wurde war klar: Wir sind ERSTER!!! Der Vorsprung betrug zwar nur 2 Punkte, aber das war egal. Der Pokal wurde mit einem edlen Getränk gefüllt, von dem auch unser Fackelpate Friedhelm Breuer einen Schluck nahm. Nun konnte die Parte erst recht beginnen, und wie in den Abenden und Nächten zuvor hielten wir uns wieder mit großer Anzahl auf der Tanzfläche auf und genossen die letzten Stunden des Schützenfest, die erneut stimmungsvoll mit „Mi Dörp Kapelle“ von Grenadiermajor Wilfried Fücker endete. So ging ein leicht verregnetes, aber stimmungsvolles Schützenfest zu Ende, welches in positiver Erinnerung bleiben wird, da der Zusammenhalt und die Stimmung innerhalb des Zuges und den Frauen wirklich toll. So wurde auch der Ausklang am Mittwoch, dem 10.06. im Garten der Familie Simon, bei dem gegrillt und gemütliches beisammen gesessen wurde, zu einem schönen Abschluss eines tollen Schützenfestes 2009.

Vom 10. – 12.07. verbrachten dann einige Väter wieder ein Vater-Kind-Wochenende auf einem Campingplatz, diesmal in Wesel und über zwei Nächte. Das Wetter war zwar verregnet, aber das hat allen Anwesenden nichts ausgemacht, denn es gibt kein falsches Wetter, sondern nur falsche Kleidung. Zudem wurde am Samstagnachmittag die Flucht nach Bocholt in das Bahia-Spaßbad angetreten, wo man zwar auch nass wurde, aber anders als bei Regenwetter.

Am 02.08. war erneut eine Abordnung des Zuges im Rahmen des Langwadener Schützenfestes aktiv. 7 Aktive und 2 Passive trafen sich ab 10 Uhr im Wachlokal „Pitt Jupp“, von wo es um 11:15 Uhr ins Langwadener Zelt ging, um sich dort mit dem Jägerzug „Eichenlaub“ zu treffen. Nach einigen kühlen Getränken ging es dann zur Stärkung in die Räumlichkeiten den Familie Thelen, wo man sich dank einer Mahlzeit stärkte, um anschließend wieder zurück zum Zelt zu gehen. Hier fand das Antreten des Regiments statt, welches dann die Gäste am Kloster abholte. Aufgrund der Witterung (morgens gab es bereits ergiebige Regengüsse) wurde der anschließende Umzug abgekürzt, was sich aufgrund des dem Umzug unmittelbar folgenden starken Regenguss als richtig erwies. So war man zeitig im Zelt, um sich wieder den kühlen Getränken zu zuwenden. Für einige Zugkameraden war es dann ein nicht zu langer Abend, weil die Getränke wohl schon reichlich flossen.

Im Rahmen der Zugversammlung am 21.08.2009 wurde mit Jens Wolf ein neues Zugmitglied aufgenommen. Jens Wolf war bereits lange Jahre passives Zugmitglied, welches im Jägerzug “Waldhorn aktiver Schütze und die Funktion des Flügelleutnants innehatte.

Am 22.08.2009 fand im Garten der Familie Röhricht das diesjährige Zugschiessen statt, in dessen Verlauf der Zugkönig für das Jubiläumsjahr 2011 (25-jähriges Zugjubiläum) ermittelt werden sollte. Gestartet wurde allerdings mit dem Pokalschiessen, wobei in 2 Durchgängen mit jeweils 4 Schuss, von denen 3 gewertet wurden. Hierbei konnte sich Christoph Conrads mit 71 Ringen gegen Dirk Simon und Holger Reisdorf, die jeweils 70 Ringe erzielten, durchsetzen. Das anschliessende Pfänderschiessen brachte auf jeden Fall folgendes Ergebnis: Linker Flügel: Sven Scharfenberg (46. Schuss), Rechter FlügeL: Holger Reisdorf (89. Schuss), Kopf: Holger Reisdorf (156. Schuss) und Schwanz: Ralf Bresser (234. Schuss). Zum Königsvogelschuss meldeten sich dann mit Christoph Conrads, Ralf Bresser, Marc Schreiber und Dirk Simon 4 Königsaspiranten, und um eben diesen Zugkönig zu ermitteln bedarf es 144 Schuss. Diesen entscheidenden Schuss betätigte Marc Schreiber, der somit im Jubiläumsjahr Zugkönig und als erstes Zugmitglied zum 4. Mal Zugkönig sein wird. Um 19:30 Uhr trafen dann die Frauen mit den Kindern ein, um sich gemeinsam auf dem Weg zum Wevelinghovener Fackelzug zu machen. Hier konnten wir dann unsere eigene Fackel, die in leicht geänderter Form vom Tambourkorps Wevelinghoven mitgeführt wurde, als Zuschauer bewundern. Zudem waren noch weitere schöne Großfackeln zu bewundern, so dass sich der Besuch des Fackelzuges gelohnt hatte.

Am 09.10. machten sich mit Christoph Conrads, Christian Creutz, Marc Schreiber und Stephan Plöger verstärkt durch das passive Mitglied Tim Beltermann sowie Guido Bertz in zwei Gruppen auf den Weg nach Willingen, um sich hier im Hotel „Zur alten Post“ zu treffen. Hier wurden dann die zwei Zimmer bezogen, sich bei einem köstlichen Abendessen gestärkt und sich dann auf dem weg ins „Vis á Vis“ zu begeben. Hier wurde dann ein geselliger Abend verbracht, bevor man sich am nächsten Morgen gemeinsam zum Frühstück traf. Von hier aus brach man dann zu „Siggis Hütte“ auf, um hier direkt ein Fass auf den Tisch zu stellent. Zudem organisierte Tim Beltermann einen Tisch im „Luckys“ wo wir das „Qualifikationsendspiel“ gegen Russland anschauen wollten. Hier wurde dann das Spiel gegen Russland angeschaut, und über das 1:0 und der damit verbundenen WM-Qualifikation war man höchst erfreut. So konnte der weitere Tag in Angriff genommen werden. Dies begann dann für alle mit einer erfrischenden Dusche und anschließendem Essen. Dann machte man sich auf in das Brauhaus, wofür man sich den Eintritt bereits nachmittags gesichert hatte. Allerdings war die Gruppe bereits nach einer Stunde um die Hälfte reduziert, da 3 Reisegruppenmitglieder „schwächelten“, so hielten Christian Creutz, Marc Schreiber und Guido Bertz bis tief in die Nacht die Stellung. Der Abschlusstag begann dann wieder mit einem stärkenden Frühstück, bevor man sich dann auf den Weg nach Hause machte.

Im Rahmen des Jägerfestes am 24.10.2009 wurden Christian und Sandra Creutz zum neuen Korpskönigpaar der Jäger gekrönt. Sie lösten hierbei Ihre Vorgänger Ralf I. Wolters und Marion Costa vom Zug „Waldhorn“ ab. Als beide gekrönt waren, trat ihre Tochter Annkathrin in Aktion und überreichte zunächst der Ex-Königin Marion Costa ein Blumengebinde, bevor dann Sandra von Ihrer Tochter im Namen des Korps mit einer übergroßen Pflanze beschenkt wurde. Nachdem dann beide ihren Ehrentanz aufs Parkett gelegt hatten, wurde es für Christian stressig, denn er musste als seine erste Amtshandlung einige Jubilare des Korps ehren, während sich Sandra dezent zurück lehnen konnte. Bei allen seinen Aktionen wurde Christian von bis auf wenige Ausnahmen vollzählig anwesendem Zug samt Frauen beobachtet, und auch sie konnten es sich gut gehen lassen, kühle Getränke zu sich nehmen, während Christian die Ehrungen der Jubilare vornahm, über die Holger Reisdorf als Laudator einiges zu erzählen hatte. Nachdem aber beide ihre Aufgaben mit Bravour gelöst hatten und der offizielle Teil vorüber war, verlegte der Zug sein Aktionsfeld von der Bühne in den Thekenbereich, wobei noch kurzerhand ein Stehtisch organisiert wurde und man noch bis tief in die Nacht verweilte.

Am 06.12. fand am Nikolaustag die diesjährige Zugweihnachtsfeier statt, zu der man sich um 16:30 Uhr im Zuglokal „Pitt Jupp“ einfand. Nachdem man sich in geselliger Runde zusammengefunden hatte, stieg bei den Kindern die Spannung, da man ja noch Besuch erwartete. Und dann war es soweit: Ein Leuten einer Glocke kündigte den hohen Besuch an, und dann stand der Nikolaus von großen Kinderaugen verfolgt im Raum. Dieser war enttäuscht, denn ihm wurde zunächst kein Lied dargeboten, sogar von den Erwachsenen nicht. So musste dann Sara Reisdorf die Gesellschaft retten und bot das Lied „In der Weihnachtsbäckerei“ von Rolf Zuckowski dar. Auf diese Art besänftigt rief der Nikolaus dann nach und nach alle Kinder nach vorne, sprach mit ihnen über deren Stärken und Schwächen, wobei die Stärken eindeutig überwogen, und bescherte sie dann anschließend. Zum Abschluss brachte er dann die Gesellschaft dazu, gemeinsam das Lied „Oh Tannenbaum“ zu singen, bevor er dann zum nächsten Termin eilte. Nun begann die große Zeit der Geschenkeprüfung, wobei auch die Eltern beim Zusammenbau verschiedener Einzelteile aktiv wurden. Zu rechter Zeit kam dann zwecks Stärkung das Essen, und es wurde ruhig im Saal. Doch nicht lange, denn nach dem Essen wurden wieder die Geschenke geprüft, und die Eltern saßen wieder in geselliger Runde zusammen, bevor die diesjährige Weihnachtsfeier so langsam sein Ende nahm.

Dann erfolgte am 23.12. der traditionelle Jahresausklang in Form des Weihnachtskegelns. Da aber unser Wachlokal „Pitt Jupp“ wie jeden Mittwoch Ruhetag hatte, traf man sich diesmal in einem Gierather Lokal, um eine Kugel zu schieben. Dies taten dann acht Unentwegte, die mit den üblichen Spielen wie „Hohe Hausnummer“ und „Niedrige Hausnummer“ starteten, wobei zu erwähnen ist, dass dieses mal von 8 Keglern 6 eine EINS vorne stehen hatten. Eine solche Quote gab es vorher noch nie!!! Im weiteren Verlauf des Abends gab es dann noch Spiele, die sich positiv auf die Kegelkasse und somit Zugkasse auswirkten, mussten am Ende doch einige Euros an Pudelstrafen und verlorenen Spiele gezahlt werden. Zwischendurch wurde sich mit leckerem Essen gestärkt, und unterbrochen wurde der Kegelabend immer wieder von Raucherpausen, da das Rauchen nur in einem Raucherbereich erlaubt war. Aber während einer „Kegelphase“ wurde dann auch wie in jedem Jahr „gewichtelt“, wo sich jeder Kegler in der zuvor ausgekegelten Reihenfolge etwas vom Gabentisch nehmen konnte. Alles im Allem war ein schöner Jahresabschluss, der für die letzten um halb eins morgen sein Ende fand.

2010 - Das Jubiläumsjahr

Zu Beginn des Jahres begaben sich am 09.01. einige Zugkameraden mit Frauen zum Grenadierfest, um das Jägerkorpskönigspaar Christian und Sandra Creutz auf fremdem Terrain zu unterstützen. Es war ein geselliger Abend, der während des offiziellen Teils zunächst am Tisch erfolgte, nach dem offiziellen Teil an einem Biertisch in unmittelbarer Nähe zur Theke fortgesetzt wurde. So wurde es für einige noch ein langer Abend, der teilweise erst am frühen Morgen sein Ende nahm.

Am 13.02. wurden im Rahmen einer stimmungsvollen Krönung Marc IV. & Cornelia Schreiber gekrönt. Dieser Krönungsabend war aufgrund des 25-jährigen Zugjubiläums ein besonderer Abend, zu dem mit dem geschäftsführenden BSV-Vorstand, dem amtierenden Schützenkönigspaar Alfons I. & Christiane Winzen, der Regimentsführung und dem Jägerkorpsvorstand mit ihren Frauen besondere Gäste begrüßt werden konnten. Begrüßt werden konnte auch der Jägerzug „Freischütz“ mit Frauen, der 1985 als Patenzug bei der Zuggründung fungierte. Zudem wurden mit Frank Frinken, Stefan Wellens, Christoph Meurer und Lutz Türks ehemalige Aktive mit Frauen begrüßt. Dann erinnerte Christoph Conrads in einer Schweigeminute an Wolfgang Mertens, der ebenfalls Gründungsmitglied war und im Jahr 2007 verstarb. Nach dem Essen erfolgte dann die Krönung, die von Sandra Creutz unterbrochen wurde, um alle mit einer neuen, von den Frauen des Zuges gestifteten Königskette zu überraschen. Nach dem Ehrentanz wurden dann der Pokal und die Pfänderorden verliehen, womit der offizielle Teil sein Ende nahm. Aber nach einer 30-minütigen Unterbrechung begann der Rückblick auf 25 Jahre „Auf der Pirsch“. Hierbei wurden die Erläuterungen von Christoph Conrads durch an die Wand projizierte Bilder der entsprechenden Jahre unterlegt. So kam es gelegentlich zu witzigen Kommentaren seitens der Gäste, und somit konnte den Gästen die Zuggeschichte näher gebracht werden. Nach einer weiteren Pause traten dann 20 Jahre nach der Premiere in leicht veränderter Besetzung die „Kapellener Boygroup“ auf und intonisierte nochmals die á-Capella Versionen von „Männer“ und „Bütz mich“. Dieser Auftritt steigerte die Stimmung nochmals, und die Party konnte dann so richtig beginnen. So nahm der Abend dank der Musik von DJ Torsten Müllers bei richtig guter Stimmung seinen weiteren Verlauf, und die Räumlichkeiten blieben bis spät in die Nacht gefüllt.

Am 2. Mai starteten mit Dirk Simon, Christian Creutz, Holger Reisdorf und Martin Röhricht unter dem Namen „Erft-Staffel“ im Rahmen des Düsseldorfer Marathons bei der Marathon Staffel und wurden hierbei von ihren Frauen und Kindern sowie weiteren Zugkameraden unterstützt Hierbei wanderte der Fanclub von Wechselbereich zu Wechselbereich, wobei sich das aus den Zugmitgliedern bestehende Begleitkommando nach dem 2. Wechsel ausklinkte, in der Altstadt auf die Zielankunft der Läufer wartete und hierbei ein paar Altbier zu sich nahm. Leider war Schlussläufer Martin Röhricht so schnell, so dass man an der Zielgeraden auf den gemeinsamen Einlauf der „Erft-Staffel“ wartend erfahren musste, dass sich die Staffel bereits im Ziel befand und somit mit 3:45:50 Stunden den 657. Platz von 1695 angetretenen Staffeln sichern konnte. Also war zu Recht ein Anlass gegeben, sich im Garten Conrads zur „After-Marathon-Party“ zu treffen und mit Kind und Kegel der Rest des Tages in geselliger Runde zu verbringen. Und während dieser „Party“ wurde die Diskussion um das Fackelbauthema geführt, und man einigte sich auf ein Thema, welches nun umgesetzt werden sollte.

Im Rahmen der Jubilarehrung des BSV am 07.05.2010 wurde dann unser Zug für 25 Jahre Mitgliedschaft im BSV geehrt. Und das einzig im Zug verbliebene Gründungsmitglied Christoph Conrads sowie Christian Creutz wurden im Anschluss als Einzelpersonen für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Im Rahmen des Königs- und Oberstehrenabends am 28.05. wurde Marc Schreiber schließlich zum Fähnrich befördert. Diese Beförderung war laut Oberst Heinz-Willi Otten Lohn für Marcs Aktivität als Fahnenschwenker des Jägerkorps.Im Zuge des 25. Zugschützenfestes konnte dann in der Fackelbewertung der erste Platz aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigt werden. „Eingeläutet“ wurde das Schützenfest am Freitagabend zusammen mit den Frauen und Kindern im Garten der Familie Bresser bei kühlen Getränken und köstlichen Pizzen vom Blech. Im Rahmen dieses Abends wurde dann unser Spiess vom Zugführer Christoph Conrads zum Hauptfeldwebel befördert, was mit einer entsprechenden Urkunde dokumentiert wurde. Zum Schmücken am Samstagnachmittag konnte man auch das langjährige Zugmitglied Stefan Wellens begrüßen, der wie alle ehemaligen aktiven Zugmitglieder eingeladen wurde, im Jubiläumsjahr des Zuges aktiv am Schützenfest teilzunehmen. Beim Fackelzug konnte der Kapellener Bevölkerung und Gästen aus Nah und Fern der „Dukatenesel“ präsentiert werden, der viel Applaus ernten sollte. So konnte man zufrieden die Nacht zum Tage machen, und dies sollte am Sonntagmorgen negative Folgen für einzelne Mitglieder haben, kamen sie doch zu spät zum Frühstück. Zu diesem Frühstück konnte dann mit Frank Frinken das zweite ehemalige Mitglied begrüßt werden, das der Einladung folgte. Gut gestärkt machte man sich dann auf den Weg zum Jägermajor Ludwig Pesch, wo Christoph Conrads als kommandierender Hauptmann das Korps zur Aufstellung zwecks Abnahme durch den Major aufforderte. Begleitet bei der Abnahme seines Korps wurde Major Ludwig Pesch von Christian Creutz als amtierendem Korpskönig. Von da an nahm der Sonntag dann wieder seinen üblichen Verlauf mit Kirchgang, den wir in das Hauptquartier verlegten, der Gefallenenehrung und der dann folgenden Oberstparade. Anschließend ging es dann wieder zum Hauptquartier im Garten der Familie Reisdorf, da man hier mit den ehemaligen aktiven Zugmitgliedern zusammen essen wollte. Hier stieß dann noch mit Dimi Moralis ein weiteres ehemaliges Mitglied in Zivil zu uns und blieb zum Antreten an der „Ratsschänke“. Von hier aus wurde dann zur Königsparade aufmarschiert, aber als die Parade starten sollte, fing es an zu regnen. Aufgrund dessen wurden die Schützen aufgefordert, sich unterzustellen, um darauf zu warten, dass der Regen nachlässt. Als dieses geschah, konnte die Parade schließlich stattfinden. Der dann folgende Umzug wurde dann in Anbetracht der durchnässten Uniformen abgekürzt, um den Schützen Gelegenheit zu bieten, sich „trockenzulegen“. Viel Zeit hierzu hatten Marc Schreiber als Zug- und Christian Creutz als Korpskönig nicht, mussten sie doch um 19 Uhr mit ihren Königinnen Cornelia und Sandra beim Schützenkönigspaar antreten. Auch hier wurde die Terminplanung vom Regenwetter durchkreuzt, denn zur Zeit des geplanten Umzuges regnete es sehr stark, so dass die Königspaare mit Verspätung im Festzelt eintrafen. Und im Rahmen dieses Abends traten erneut die Dukes in Aktion und hingen die Uniform unseres Hauptfeldwebels unterhalb der Zeltdecke unerreichbar und für jedermann sichtbar auf. Diese Aktion führte am nächsten Abend zu einer Gegenreaktion unseres Hauptfeldwebels: Seine Uniform wurde kurzerhand angekettet. Dieser Montag startete traditionell mit dem Frühschoppen im Wachlokal „Pitt Jupp“, und dieser Frühschoppen war wieder eine kurzweilige Veranstaltung, die aufgrund der vorherigen Nacht träge begann, von Minute zu Minute (oder auch Bier zu Bier) aber lebhafter wurde. Nachmittags schlossen sich dann die „trockene“ Parade mit Unzug und abends die Krönung des neuen Schützenkönigspaares Friedhelm I. und Gaby Barmeyer an. Am abschließenden Tag sorgte dann erneut der Regen für einige Kapriolen: So wurde aufgrund eines Wolkenbruchs der Abmarsch zur Abholung der neuen Majestät verschoben, um dann während des Umzuges in den nächsten Regenguss zu gelangen, der dann nach dem Erreichen des Kirmesplatzes erneut zum Wolkenbruch wurde. So flüchteten einige Schützen, darunter auch einige „Pirscher“, unter das rettende Dach der „Raupe“, wo man dann vom Betreiber zu einer spontanen Fahrt eingeladen wurde. Und zum Ende der Fahrt hatte der Regen nachgelassen, so dass man nun relativ „sicher“ das Zelt erreichen konnte. Hier nahm der Tag dann seinen weiteren Verlauf, in dem auch nach und nach die Frauen und Kinder eintrafen. Und dann war es so weit: Nach und nach wurden die Fackelplatzierungen bekannt gegeben, ohne dass unser Name fiel. Als dann bei der Nennung der Spenden für die zweitplazierte Fackel das Grenadierkorps als Spender genannt wurde, war sicher: Wir haben den ersten Platz aus dem Vorjahr verteidigt, und zwar mit 10 Punkten Vorsprung! Die Freude war natürlich dementsprechend groß, und Christoph Conrads konnte wieder den Pokal in Empfang nehmen, den er erst Stunden zuvor abgegeben hatten. Natürlich wurde der Pokal umgehend mit Sekt befüllt und herum gereicht. So fand das 25. Schützenfest des Zuges einen gebührenden Abschluss, und man musste erneut feststellen, wie schnell vier Tage vorüber sein können.

Vom 11.06. - 11.07. fand in Südafrika die für unsere Nationalmannschaft erfolgreiche WM statt. Und natürlich wurden die deutschen Spiele zusammen mit einer immer größer werdenden "Fanschar" geschaut. Und dies erfolgte im WM-Hauptquartier Creutz, so dass uns die Familie bis zum erfolgreichen Spiel um Platz 3 "ertragen" mussten.

Vom 27.-29.08. fand das Vater-Kind-Wochenende auf dem Campingplatz Grav-Insel in Wesel bei erneut verregnetem Wetter statt. Aber hiervon ließen sich 6 Väter mit ihren Kindern nicht abschrecken und hielten dem Wetter stand, da man sich an beiden Abenden im Restaurant niederlassen, sich dort bei köstlichem Essen und kühlen Getränken stärken und sich gut gehen lassen konnte. Die Abende klangen dann in geselliger Runde unter dem „Mannschaftspavillon“ aus. Morgens wurde sich bei einem Frühstück im Restaurant gestärkt, bevor man sich dann nach Bocholt in das Bahia-Spaßbad aufmachte. Hier sollte man dann auf freiwilliger Basis nass werden, während man durch das Glasdach mitbekam, dass ein Sturm mit Wolkengüssen und Gewitter aufkam. Nach dem Schwimmbadbesuch stärkte man sich bei McDonalds, und als man dann am Campingplatz ankam, war nur der Mannschaftspavillon vom Sturm auf dem Kopf gestellt worden war. Alle Zelte aber standen noch und waren innen trocken. So sah man keinen Anlass, die Zelte abzubrechen und nach Hause zu fahren. Am Sonntagmorgen wurden dann die Zelte während einer Regenpause abgebaut und in den Autos verstaut, bevor man sich zum Frühstück begab. Und während des Frühstücks fing es dann nochmals stark zu regnen an, so dass man froh war, erste später zum Frühstück gegangen zu sein und die Zelte bereits abgebaut zu haben.

Am 06.09.2010 nahmen 6 Zugmitglieder am Grevenbroicher Fackelzug teil und präsentierten den Grevenbroichern und ihren Gästen die Fackel „Dukatenesel Deutschland“. Und auch nach drei Monaten war dieses Thema immer noch aktuell, was sich seitens der Zuschauer anhand des Beifalls bemerkbar machte. Im Vorfeld des Fackelzuges mussten noch einige Schäden an der Fackel behoben werden, aber dass sich die Mühe gelohnt hatte zeigte sich bereits am Samstagmorgen: Wurde der Grevenbroicher Fackelzug in der NGZ mit einem Bild unserer Fackel angekündigt. So traf man sich am Samstag um17:45 Uhr an der Fackel, um dann ab 18:30 Uhr 45 Minuten am Sammelpunkt für die Großfackeln auf der K10 45 Minuten auf die übrigen Großfackeln zu warten. Daher wurden Stühle auf dem Seitenstreifen aufgestellt und kurzerhand ein Picknick eingelegt. Von hier aus ging es schließlich dann weiter zum Antretepunkt des Fackelzuges. Wie bereits erwähnt war die Resonanz auf die Fackel sehr positiv und erfreulich für uns, so dass man nach dem Ende des Zuges im Festzelt den "Erfolg" konnte.

Am 01.10. machten sich insgesamt 17 Frauen und Männer nach Hamburg auf, um dort zum 25-jährigen Zugjubiläum ein gemeinsames Wochenende zu verbringen. In Hamburg machte man sich nach dem Einchecken im Hotel auf die Reeperbahn auf, um an einer historischen Hurentour teilzunehmen. Erschreckend war dann Marcs Kenntnisstand über den Unterschied „Französich alt“ und „Französich neu“. Wer den Unterschied erfahren möchte, kann gerne bei ihm nachfragen. Nachdem dann noch der Begriff „Libanesich“ kreiert wurde und eine Zugdame auf den Zustand der Ohren anderer achtet, war klar: Unserer Fantasie sind keine Grenzen mehr gesetzt. Auf jeden Fall war diese Tour interessant, und man spazierte an so bekannten Betrieben wie dem „Dollhouse“, „Große Freiheit“und der Kneipe „Ritze“ vorbei, bevor es in Kneipe |m?Nachtschicht? einen Hurenschnaps gab, der dann mit Bier heruntergespült wurde. Am nächsten Morgen machte man zu einer Hafenrundfahrt auf, durch die Speicherstadt und alle anderen Bereiche des Hamburger Hafens führte. Und so bekam man auch die 500.000.000 EU teure Yacht des Milliardärs Abramowitsch zu sehen. Nachmittags ging es zum Besuch des Musicals „König der Löwen“, wozu wir mittels Schiff an das andere Elbufer übersetzen mussten. Im Theater hatten wir optimale Plätze im Parkett, nur sollten einige Mitreisende während des ersten Aktes Probleme mit dem Dämmerlicht im Saal bekommen, fielen ihnen doch immer wieder die Augen zu. Von solchen Problemen wurde dann nach dem zweiten Akt nicht mehr berichtet, schließlich konnte man in der Pause an reservierten Biertischen bereitgestellte kühle Getränke zu sich nehmen, was der Lebensfreude einen neuen Schub gab. Insgesamt war es ein tolles Musical, auch wenn bei einigen nach Bekannt werden der Bundesligaergebnisse nicht gerade diebeste Stimmung herrschte. Aber nur kurzzeitig, denn wie heißt im Musical: Hakuna Matata!!! Im Hotel wurden dann die Bilder des deprimierenden Spieltages angeschaut, bevor man sich dann zum Restaurant „Schweinske“ begab, um sich für den weiteren Abend zu stärken. Hier gab es verschiedene Pilssorten, und diejenigen, die sich für das Pils namens „Astra“ entschieden, hatten fortan ein Problem: Ein neues Bier gab es nur gegen Rückgabe des leeren Glases, da zu wenig Astra-Gläser vorrätig waren. Aber es ist keiner verdurstet, und nachdem man sich gestärkt hatte, ging es zur „Happy Hour“ in die Cocktailbar „Einstein. Nach einer für einige doch sehr kurzen Nacht traf man sich nach dem Auschecken in der Hotellobby, um sich zum Hamburg Dungeon zu begeben. Zu Beginn des dortigen Rundgangs wurde ein Foto der Gruppe gemacht, welches beweist, dass wir uns auch nach 25 Jahren noch gut verstehen. Dann wurde Sandra zur Gruppenverantwortlichen bestimmt, bevor Marc im weiteren Verlauf von der Inquisition der „Völlerei“ und „Wolllust“ angeklagt wurde. Er konnte sich aber retten und hat die Inquisition im Gegensatz überlebt. Zum Schluss stand man vor dem Henker und musste sich einen freien Fall über mehrere Meter über sich ergehen lassen. Aber auch diesen haben alle überlebt. Nachdem man also ohne Verluste das Dungeon überstanden hatte, wurden im Hotel die Koffer abgeholt und sich zum Hamburger Hauptbahnhof begeben. Hier wurde dann die Heimreise angetreten. Die Zeit im Zug wurde mit Schlafen, Zeitungslesen, Kartenspielen wie Tuppen oder Skat oder Small-Talk untereinander vertrieben. So erreichte man zunächst Düsseldorf und später Kapellen, womit dann die Jubiläumstour sein Ende fand.

Im Rahmen des Jägerfestes am 25.10. wurden zwar Christian und Sandra Creutz als Jägerkönigspaar entkrönt, aber unser Zug sowie Christoph Conrads und Christian Creutz wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft im Korps geehrt. So war der Zug mit nur einer krankheitsbedingten Ausnahme komplett vertreten. Nach dem offiziellen Teil mit den Ehrungen übernahm dann die Band "Allegro" das Kommando und sorgte mit ihrer Musik für gute Stimmung, so dass es für verschiedene Zugmitglieder eine doch lange Nacht wurde. Das Jubiläumsjahr ging somit langsam zu Ende, und als Abschluss fand am 19.12. die Weihnachtsfeier und am 23.12. das Weihnachtskegeln statt.

Das „feurige“ Ende des Jubiläumsjahres erfolgte dann am Silvester, als sich neben weiteren Gästen die Zugmitglieder mit Familien im Hof der Familie Creutz traf, um gemeinsam das Ende des Jubiläumsjahres zu feiern.

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Jägerzug “Auf der Pirsch 1985”